Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

 

Unabhängig vom jeweiligen Verfahren ist die Grundlage jeder Psychotherapie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit des betroffenen Menschen  und dem Psychotherapeut.

 

Der Ansatz der Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist besonders dadurch gekennzeichnet, dass ein Mensch eingeladen wird, mit seinen derzeitigen Stärken und Kompetenzen den Blick von der Gegenwart immer wieder zurück in die Vergangenheit richten, um so mit seinen jetzigen Fähigkeiten, die belastenden Erfahrungen in Ruhe betrachten und unter Umständen auflösen zu können.

 

Die eigentlichen Ursachen für ihre Beschwerden, Krankheiten oder Störungen sind den Betroffenen oft nicht bewusst. Das heißt, eine Person, die zum Beispiel eine Depression oder psychosomatische Kopfschmerzen entwickelt hat, weiß in der Regeln nicht genau, dass diese Beschwerden unter Umständen Ausdruck dieser frühen Erfahrungen sind.

 

Betroffene Menschen, die sich durch einen aktuelle Konflikt stark beeinträchtig erleben, werden eingeladen auf dem Hintergrund der eigenen Lebensgeschichte Zusammenhänge nachzuvollziehen und sie so bewältigen zu können.

 

Ein Bild mag dieses Konzept verdeutlichen: Hat man sich in der Vergangenheit eine Wunde zugezogen, kann es in der Gegenwart passieren, dass eine alte Wunde neu getroffen wird und physische, psychische oder auch psychosomatische Schmerzzustände erzeugt. Diesen Zusammenhang gilt es zu klären und zu bearbeiten.

 

Letztliches Ziel ist es, sich der verdrängten Konflikte aus Kindheit oder Jugend bewusst werden und sie  „gefühlsmäßig durchzuarbeiten“.

 

Über den Prozess der sogenannten “Nachreifung“, werden Betroffene Menschen Schritt für Schritt beim  Übergang von kindlichen, ängstlichen, unreifen und neurotischen  Denk- und Verhaltensmustern in erwachsene, reife und souveräne Formen der Lebensbewältigung begleitet.

Entscheidend ist hier bei, dass immer die Unversehrtheit des Menschen im Zentrum steht.